Zusammen Eltern. Aber noch ein Paar?
Shownotes
Girls on the Dancefloor mit Julia Platt, systemischer Elterncoach aus Hamburg.
In dieser Episode sitze ich mit meiner Freundin Julia zusammen, wir kennen uns vom Fußballrand, und genau dort haben wir gemerkt: die Gespräche, die wir dort führen, gehören in einen Podcast.
Julia hat nach 10 Jahren in der Modeindustrie und drei Söhnen einen kompletten Neustart gewagt. Heute begleitet sie Eltern als systemische Elterncoach mit ihrer Firma Pairents. Wir reden über das, was viele Paare und Eltern beschäftigt, aber selten laut aussprechen.
Wir sprechen darüber, wie die Rollenbilder unserer Elterngeneration uns heute noch steuern, oft ohne dass wir es merken. Warum Kinder häufig nur Symptomträger sind, die eigentlichen Ursachen aber bei uns Eltern liegen. Wie wir aufgehört haben, uns als Paar zu sehen, sobald die Kinder da sind. Und warum der Streit mit dem Partner meistens gar nicht der eigentliche Streit ist.
Außerdem: die 5 Sprachen der Liebe, was der Spielplatz mit Fremdbild und Grenzen zu tun hat, und warum finanzielle Unabhängigkeit etwas anderes bedeutet als ein Sicherheitsnetz für den Trennungsfall.
Eine ehrliche, tiefe, manchmal unbequeme Stunde über Bedürfnisse, Prägungen, Kommunikation und die Frage: Funktionierst du noch – oder lebst du schon?
Verbinde dich mit Julia: hallo@pairents-coaching.de
Julia bei Insta: https://www.instagram.com/julia_pairents?utm_source=qr
Buch dir dein Kennlerncall: https://pairents-coaching.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin Vanessa und das hier ist Girls on the Dancefloor.
00:00:05: Dieser Podcast ist für alle, die mitten drin sind mit einem Leben, mit einem Alltag, mitten in der Familie vielleicht im Neustart oder vielleicht auch immer gleichzeitig so wie ich gerade.
00:00:19: Dieser podcast ist kein Ratgeber und es ist auch kein Motivationsprogramm sondern es
00:00:26: Ein
00:00:27: Format, wo ich mit Menschen spreche
00:00:31: die
00:00:31: mich auf meinem Weg inspiriert und bewegt
00:00:33: haben.
00:00:35: Ich
00:00:35: bin vierzig beziehungsweise Ende vierzig habe zwei Grundschulkinder und habe letztes Jahr beruflich neu gestartet und lerne jeden Tag neu ehrlich mit mir selber zu sein.
00:00:48: Und das was ich an den menschen die du in diesem podcast hörst immer wieder inspirieren findet, dass sie bei sich hinhören, hinschauen.
00:00:58: Dass sie bei anderen hinhörn und hinschaun.
00:01:01: Und das Sie etwas gefunden haben was sie trägt, was sie nähert.
00:01:05: Was sie auf ihrem Weg weitergehen lässt!
00:01:09: Ich finde es so schön, dass du da bist.
00:01:11: und jetzt Melzdance!
00:01:18: Hallöchen hallo Julia ich freue mich so, dass Du da bist.
00:01:24: Ja, vielen Dank für die Eingardung liebe Vanessa.
00:01:26: Das ist so schön!
00:01:28: Wir haben schon so oft über diese Themen gesprochen dass wir irgendwann neulich in Dänemark im Urlaub oder auf unserem Fußballtrip im Auto saßen und ich meine hier können wir das jetzt mal bitte aufzeichen.
00:01:39: dann was wir uns ja immer spannendes erzählen das muss doch die Welt wissen.
00:01:43: natürlich Es ist mega.
00:01:47: Also um einmal die Zuhörer mit zu holen, dass wir nicht gleich ins Thema einsteigen.
00:01:53: Einmal du bist meine Freundin Julia und wir reden.
00:01:59: gefühlt jedes Mal wenn wir am Fußball ran stehen oder auch privat, reden wir immer über ein Thema was dich seit ein paar Jahren sehr beschäftigt und weshalb du dann eine Ausbildung gemacht hast.
00:02:11: Du bist Familiencoach
00:02:13: Richtig genau Ja, ich habe mich vor einiger Zeit selbstständig gemacht als systemischer Elterncoach mit meiner Firma Parents und war vorher eigentlich etwas ganz anderes gemacht.
00:02:26: Ich war zehn Jahre lang in der Modekonzern und habe da meine Erfahrung sammeln dürfen.
00:02:33: Und als wir Eltern geworden sind – wir haben drei Jungs zu Hause – hat sich so ein bisschen mein Mein Fokus verändert und ich habe gemerkt, die war eine Elternzeit.
00:02:43: Und der Gedanke daran wieder zurück in diese Modebranche zu gehen, war für mich kein Schöner.
00:02:50: Ich hab gedacht, ich möchte eigentlich was Sinnhaftes machen Ehrlicherweise einen weinseligen Abend mit zwei sehr guten Freundinnen und wir haben darüber philosophiert, was würden wir denn machen wenn wir nochmal ganz neu starten können?
00:03:06: Und ich habe aus der Pistole geschossen gesagt.
00:03:09: Ich würde so gerne Kinderpsychologie machen!
00:03:14: Das war für mich tatsächlich noch mal mein Aufhänger und so meinen Ahai-Moment wo ich dachte ja wenn ich das doch unbedingt machen möchte und ich bin jetzt so lange raus aus meinem Job durch die Kinder dann mache ich das einfach.
00:03:26: Und dann habe ich mich umgehört und geguckt.
00:03:28: Ich habe eine wunderbare Ausbildung gefunden, die ich gemacht habe zum Kinder-Jugend- und Familiencoach.
00:03:35: Und genau!
00:03:36: Ich habe für mich meine Leidenschaft fürs Elterncoaching gefunden.
00:03:41: Und freue mich jetzt ehrlicherweise jeden Tag daran zu arbeiten.
00:03:45: Das ist so cool.
00:03:46: Ich durfte ja auch schon in deine Hände begeben und fand es so großartig, das war eine Spontaneaktion und du hast es aus der Pistole geschossen.
00:03:56: sind wir so lieb gegangen und das war wirklich toll.
00:03:58: können wir noch ein bisschen darüber sprechen?
00:04:01: Du meintest ja Kinderpsychologie.
00:04:03: Also zum einen finde ich es mega spannend, dieser weinsällige Abend da ist man und dann stellt man diese eine entscheidende Frage und dann hört man also in Wino Veritas und dann spürt man plötzlich okay ist das was eigentlich meine Wahrheit?
00:04:20: Und dann geht es nicht darum, bin ich zu alt?
00:04:23: Habe ich eigentlich ja was anderes gemacht?
00:04:25: und ich habe ja eigentlich drei Kinder.
00:04:26: Also da ist man ja null in diesem, warum es nicht klappen könnte sondern man ist einfach bei seiner Wahrheit.
00:04:33: Ja!
00:04:34: Bei seinem Wunsch.
00:04:35: Was wünsche ich mir eigentlich für das, was noch kommen darf?
00:04:41: Man wird dann Mutter und da ist das Arbeitsleben ja nicht zwingend vorbei, sondern es geht ja danach weiter.
00:04:50: Mein Papa hat irgendwann mal zu mir gesagt, meinte das Allerbeste was dir passieren kann ist dass du gerne zu deiner Arbeit gehst.
00:04:56: Stell dir immer vor, du stehst jeden Morgen auf und findest es schrecklich!
00:05:00: Das ist ja wirklich das Schlimmste was dir passiert kann Und das habe ich in meinem Hinterkopf gehabt.
00:05:05: Ich hab meine Arbeit vorher auch geliebt aber jetzt war eine andere Zeit.
00:05:10: Ja alles ist so ein Kapitel und dann aber zu entscheiden Es passt nicht mehr.
00:05:18: Also, weißt du diese ehrliche Frage und dieses ehrliche Hinschauen?
00:05:23: Das verändert dann ja auch!
00:05:24: Und dann bist Du losgegangen.
00:05:26: Ja.
00:05:28: Und dann hast Du aber gesagt, Du wolltest eigentlich Kinderpsychologie... ...und das finde ich nämlich gerade der Spannende.
00:05:33: Dann hast Du ja in Deiner Ausbildung ganz viele Familien gecoacht oder auch Kinder begleitet.. ..und dann kam aber dieser Switch zu dem ich mache Nicht-Mehr-Kinder-Ich-Mach-Eltern.
00:05:49: Ich arbeite total gerne mit Kindern zusammen.
00:05:52: Ich finde aber, das größte Veränderungspotenzial liegt halt bei den Eltern.
00:05:58: Die Kinder sind eben häufig Symptomträger und die Ursachen liegen aber ganz anders.
00:06:03: Und da kann man mit den Eltern, wenn sie denn bereit sind daran zu arbeiten einfach so viel machen für die Eltern selbst, aber auch für die Kinder.
00:06:16: für mich rausgefunden habe, war für mich auch ziemlich klar dass ich mit den Eltern arbeiten möchte und nicht mit den Kindern.
00:06:23: Ich schließe das nicht aus, ich sage auch wir können auch als Familie zusammenarbeiten.
00:06:27: Ich kann auch mit den Kindern eine Session machen aber mein Fokus ist ganz klar bei den Eltern.
00:06:34: Und kannst du uns da mal ein bisschen mitnehmen?
00:06:35: Weil ich finde es ja mega spannend!
00:06:37: Wir sind ja nun alle irgendwie die meisten die hier zuhören vielleicht zwei, drei Jahre verheiratet haben.
00:06:43: Vielleicht ein, zwei oder drei Kinder und irgendwann... Also es gibt ja sozusagen einmal diese Familiendynamik.
00:06:53: Du bist ja systemischer Coach!
00:06:54: Und dann gibt das aber auch die Dynamik zwischen mir und meinen Kindern, zwischen meinem Mann und sein und unseren Kindern und wir als Paar die Dynamik.
00:07:05: Und das finde ich eigentlich am allerspannendsten, und das ist ja auch das wo du am meisten rein gehst so zu verstehen okay was sind das für Muster?
00:07:15: Was können wir denn eigentlich selber ändern?
00:07:17: weil wir sind ja ganz oft beim Partner was der bitte anders machen soll.
00:07:23: aber was hat das eigentlich mit uns zu tun?
00:07:26: Ja also es ist immer so die Paarbeziehung die wir führen oder die wir am Ende eben unseren Kindern vorleben prägt unsere Familie?
00:07:36: Wahnsinnig, weil es ist die Basis unserer Familie.
00:07:38: Es ist wie so ein... als hätten wir ein Haus und das sind die Säulen und die müssen.
00:07:44: oder bestenfalls tragen sie das Familienhaus Und das was wir unseren Kindern eben vorleben.
00:07:52: leben Sie so auch später nach und ich finde wir haben da eine große Verantwortung Auch als Paar unseren Kindern gegenüber nicht gar nicht nur als Einzelperson sondern eben auch Wie wir uns als paar miteinander wertschätzen, wie wir miteinander umgehen.
00:08:07: Wie wir miteinander reden und das ist glaube ich einfach eine verantwortungsvolle Aufgabe die wir da haben und die wir vorleben dürfen.
00:08:23: Ja total!
00:08:25: Und dann ist es aber ja so dass man selber aus.
00:08:31: Also jeder bringt ja immer sozusagen sein Päckchen mit in die
00:08:34: Beziehung.
00:08:41: Coaches sozusagen kommen.
00:08:43: Deine Patienten, wie sagt man?
00:08:46: Klienten.
00:08:47: Genau, Coaches.
00:08:48: Wenn die kommen kannst du uns in so klassische Beispiele mitnehmen weil das sind wahrscheinlich dann Beispielle, die kennt jeder und da kann jeder auch was für sich mit nach Hause nehmen und dass wir dann da ein bisschen tiefer in die Themen einsteigen.
00:09:04: Also du meinst ... einer kommt aus einer Trennungsfamilie oder Ja, das ist tatsächlich ganz häufig so.
00:09:14: Ich meine jeder bringt seine Geschichte mit und hat dadurch auch ganz klare Rollenmuster dir geprägt haben.
00:09:21: Der Mann ist häufig voll berufstätig die Mutter bleibt zu Hause.
00:09:25: Das sind ja so die Klassikart mit denen wir umgehen Und dass aufzubrechen.
00:09:30: es ist wahnsinnig schwierig und das funktioniert ehrlicherweise in erster Linie durch Bewusstsein.
00:09:36: Es ist mir bewusst was ich möchte Und was ich vielleicht auch nicht möchte, das habe ich von zu Hause geprägt bekommen.
00:09:44: Beispielsweise als Frau bleibe ich Zuhause Ich kümmere mich um die Kinder und meinen Mann oder mein Partner verdient das Geld.
00:09:52: Das funktioniert aber in einem Austausch.
00:09:56: Da muss man sich
00:09:57: als
00:09:58: Elternpaar eben ganz klar als Team verstehen.
00:10:02: Wenn das nicht funktioniert ist es glaube ich Es sind Konflikte einfach so wahnsinnig vorprogrammiert.
00:10:10: Beispielsweise, wir sind ja so eine Generation.
00:10:13: Da haben die meisten Mütter nicht gearbeitet.
00:10:16: Da hat einen Gehalt gereicht und es war dieses Patriarchat in den Achtzigern.
00:10:21: Und da war klar ... War vielleicht auch ein bisschen Statussymbol.
00:10:24: Hat man auch nicht hinterfragt?
00:10:25: Die Frau ist zu Hause geblieben.
00:10:27: Hat vielleicht auch schon studiert aber dann kamen die Kinder.
00:10:30: Dann gab es gar keine Betreuung.
00:10:33: Es musste auch irgendjemand zuhause bleiben.
00:10:35: In den meisten Fällen war's dann die Frau.
00:10:39: Rollenbild in anfühlen Strichen, was unsere Generation mitbekommen hat.
00:10:44: Jetzt kann das ja in zwei Richtungen ausschlagen.
00:10:47: Das eine ich bin die Frau und Ich bin die krassemacherin Und ich sehe gar nicht ein dass ich genauso werde wie meine Mutter.
00:10:54: Ich will nicht so werden wie Meine mutter oder ich werd genau So wie meine mutter Ja
00:11:01: und beides hart finde ich seine berechtigung.
00:11:04: Beides ist total okay Solange du selbst damit Und da zerbrechen glaube ich viele Frauen dran, dass sie vielleicht ein anderes Bedürfnis haben als das was sie als Rolle einnehmen.
00:11:19: Das ist häufig ganz schwierig da erstmal das Bewusstsein für zu schaffen.
00:11:25: Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin möchte ich etwas anderes als das, was ich hier gerade erledige in Anführungsstrichen.
00:11:36: viel so Aufklärungsarbeit erst mal passieren.
00:11:38: Woher habe ich das?
00:11:39: Habe ich das von meiner Mutter, hab' ich das vom meinem Vater, wo habe ich es übernommen?
00:11:43: Will ich diesen Rucksack den ich da mitgenommen hat, möchte ich den überhaupt weiter tragen?
00:11:48: Darf ich den abgeben und was passiert wenn ich den nicht haben will?
00:11:53: Häufig kommt dann sowas wie ich werde vielleicht nicht mehr akzeptiert, vielleicht kriege ich krassen Gegenwind ist eher etwas Negatives die Frauen damit verbinden und dann ist es vielleicht bequemer in dieser Rolle zu bleiben, indem sie sich aber gar nicht wohlfühlen.
00:12:13: Ich lade mir etwas auf als Frau damit's eigentlich drumherum funktioniert.
00:12:19: Das ist diese typische Hauptsache alles funktioniert.
00:12:22: Da geht's nicht um meine Zufriedenheit.
00:12:28: Wenn die Frauen das verstanden haben was ist das denn?
00:12:31: Oder bin ich einfach auch superzufrieden mit meiner Rolle?
00:12:34: kann ja auch sein, vielleicht ich feier das.
00:12:36: Ich will zu Hause sein und finde das großartig oder ich feiere es dass mein Mann nachmittags die Kinder übernimmt damit ich noch in die Konferenz gehen kann.
00:12:46: Das ist super viel wert!
00:12:48: Das ist eigentlicherweise ein großes Glück wenn man das hat was man wirklich haben möchte.
00:12:56: Und wenn wir jetzt über diese Bedürfnisse sprechen, weil du meintest Wir müssen uns erstmal oder wir dürfen uns erst mal dessen bewusst werden was wir überhaupt für bedürfnisse haben das was du an dem abend in deiner weinseligen stimmung gesagt hast ich wünsche mir eigentlich etwas anderes.
00:13:12: wie kann eine frau die vielleicht genau In so
00:13:16: einer
00:13:16: zwickmühle gerade steckt
00:13:18: ja
00:13:18: war vielleicht super happy drei jahre Genau in dieser rolle als mutter und dann kommt, aber dann verändert sich das.
00:13:26: Die Kinder werden selbstständiger und man hat das Gefühl bei euch habe so viel jetzt getan für meine Familie.
00:13:32: Aber jetzt bin ich.
00:13:34: was ist denn wenn ich jetzt mal dran wäre?
00:13:36: wie gibt es da irgendeine Frage?
00:13:39: um an die Bedürfnisse ran zu kommen weißt du dass man einfach erkennt Was is eigentlich mein bedürfnis?
00:13:44: weil die meisten vielleicht ist es für die meisten schwer.
00:13:47: Ich wusste bis vor ein paar jahren nicht Das Wort Bedürfnis, ich kannte Pibi Hunger durch so ungefähr.
00:13:53: Was waren bedürfnisse?
00:13:55: Was sind Bedürfenisse?
00:13:57: Ja das ist.
00:13:58: am Ende geht es darum was macht dich wirklich glücklich und zufrieden.
00:14:03: also was ist das in deinem Leben wo du drauf schaust und sagst dass mache ich wahnsinnig gerne.
00:14:10: das macht mich glücklich Und ich bin total zufriedend wenn Ich das gerade mache oder
00:14:16: geschrift
00:14:16: haben.
00:14:19: Ich meine, es machen ja mittlerweile ganz viele.
00:14:22: Sich abends einen Stift zu nehmen und das mal aufzuschreiben was ist denn heute passiert?
00:14:27: Was habe ich heute erlebt und worauf bin ich vielleicht auch stolz?
00:14:30: Das hab' ich für mich geschafft und sich da klarzumachen.
00:14:36: Vielleicht sogar auch aufzus schreiben, hey was war denn heute gar nicht gut!
00:14:40: Und wenn man sich das anschaut, dann ein bisschen reflektiert und guckt...was war denn daran gut für
00:14:48: mich?!
00:14:49: Oder was brauche ich vielleicht morgen mehr?
00:14:52: Da kann man ganz viel rausholen, was einem eben selber gut tut.
00:14:58: Und manchmal sind das ganz kleine Dinge!
00:15:00: Dann ist es... Ich habe, weiß nicht, ich hab's geschafft heute Abend noch drei Seiten in meinem Buch zu lesen und es hat mir so gut getan und ich wünsche mir dass ich das morgen nochmal mache.
00:15:15: Natürlich kann es auch große Sachen sein und sagen, ich brauche dringend meinen Urlaub aber dann kann man sich hinterfragen Was genau brauchst du denn in dem Urlaub?
00:15:25: Brauch ich das mehr, brauche ich mal keine Arbeit zu haben oder brauche vielleicht Zeit für mich ganz allein.
00:15:32: Brauche ich Ruhe.
00:15:34: Möchte ich einfach mal mit niemandem reden und quasi immer weiter fragen was ist da hinter?
00:15:43: Was ist das dahinter dass ich Urlaub brauche?
00:15:44: Was is' das Dahinter dass sich raus möchte aus meinem gewohnten Alltag damit man zu dieser Essenz kommt?
00:15:53: Was ist der Kern von dem, was ich wirklich brauche?
00:15:56: Ich brauch keinen Urlaub.
00:15:57: Ich brauch nicht weg vom Zuhause sein und dann ich brauche Zeit für mich alleine um wieder mal durchatmen können und einfach bei mir selber ankommen zu können.
00:16:11: Ja das ist total spannend dass du das gerade erzählst weil wenn ich mich zurück erinnere ich hatte ja diesen ewig langen unerfüllten Kinderwund und dann waren die Kinder da und ich war immer selbstständig meine Arbeit geliebt, aber dann kamen die Kinder und dann war das viel wichtiger.
00:16:27: Also es gab nichts.
00:16:28: was Wichtiger war ich habe alles stehen und liegen gelassen Und dann kam aber dieser Punkt als wir vor sechs Jahren nach Hamburg gezogen sind hab ich gemerkt Oh Gott!
00:16:38: Ich trete durch, ich habe keine eigene Zeit mehr weil ich konnte das gar nicht so und deswegen auch dass du so tolldest du das sagst.
00:16:45: Was kann ich tun?
00:16:45: Weil ich habe gar nicht verstanden was ich brauche.
00:16:49: ich habe dann diese Atemnot bekommen Aber ich war immer bei den Bedürfnissen der Kinder.
00:16:54: Was brauchen die Kinder?
00:16:55: Und ich war nullkommannull, weil was braucht denn ich eigentlich... Das habe ich früher als ich singe, das hab' ich früher alleine selbstständiger.
00:17:04: Es ging ja nur um mich aber plötzlich drehte sich das vier Jahre gar nicht mehr um mich.
00:17:09: und dann vergisst du und dann kommen diese körperlichen Symptome und du denkst so Ich dreh durch!
00:17:14: Was ist
00:17:14: los?!
00:17:17: Und wenn die körperlichen Symptome kommen, dann ist es ja eigentlich fast schon ein Schritt zu spät.
00:17:22: Wenn der Körper schon so reagiert, dann trägt dein Körper das eigentlich auch schon ganz schön lange in sich.
00:17:29: Das ist auch tatsächlich ganz toll!
00:17:30: Weil man weiß was ist das... Also wenn mein Körper das und das macht?
00:17:37: Was ist so dieses... Wie soll ich sagen?
00:17:41: Das ist das Zeichen meines Körpers.
00:17:43: jetzt ist wirklich kurz vor zwölf.
00:17:46: erkennen kann und vielleicht bestenfalls natürlich noch mal einen Schritt davor, das ist gold wert.
00:17:53: Dann weißt du okay jetzt Eisler ich muss mal kurz auf mich gucken.
00:17:57: Ich muss mal kurzen Schritt zurückgehen.
00:17:59: oder auch in der Partnerschaft wenn ihr merkt oh wir zicken uns hier gerade echt wieder wegen einer Kleinigkeit an!
00:18:05: Ich glaube wird man wieder Zeit für eine Umarmung.
00:18:07: oder wir müssen uns mal heute Abend die Fernseher aus lassen einfach mal in die Augen gucken und miteinander sprechen Also solche Indizien einfach wahrzunehmen.
00:18:20: Das Verlernen wir, habe ich das Gefühl.
00:18:22: Es verlernen wir vor allen Dingen auch in unserem Wachstum als Familie.
00:18:28: Wenn wir Familien gründen ist genau wie du sagst vorher.
00:18:31: Als Single alleine achtest du nur auf deine eigenen Bedürfnisse.
00:18:35: Dann findest du ein Partner bis in einer Beziehung.
00:18:38: dann sind es nicht nur noch deine Bedürfenste die wichtig sind sondern auch dich von deinem Partner was auch wunderschön ist weil es natürlich irgendwie ein Ausdruck der Liebe ist, dass du jemandem anders was Gutes tun willst.
00:18:50: Und dann kommen die Kinder oder Einkind in die Beziehung und auf einmal verändert sich diese Dynamik so krass – und der Fokus ja auch so krasst aufs Kind!
00:19:00: Was für Männer ganz häufig ein schwieriges Thema ist.
00:19:04: Moment wo ist denn die Aufmerksamkeit von meiner Frau?
00:19:05: Die habe ich jetzt vermutlich häufig jahrelang vorher alleine für mich gehabt und jetzt teile ich sie.
00:19:15: Natürlich, wir gucken auf einmal nur noch auf die Kinder.
00:19:19: Aber was für mich auf gar keinen Fall passiert ist... Passiert?
00:19:22: Wir gucken nun auf mich!
00:19:23: Auf uns so.
00:19:24: Wir gucken nicht mehr auf uns selbst.
00:19:26: und lustig dass der mich sagen wird, Freundschaft versprechen.
00:19:32: Weil er finde ich mich sehr wider tatsächlich.
00:19:38: Ich höre das immer wieder Sobald die Kinder in die Familie kommen, was ja das größte Glück.
00:19:44: und so wie bei dir auch im dieser größten Wunsch ist sich die Dynamik so sehr verändert dass es häufig dann kompliziert wird.
00:19:54: Und meiner Meinung nach hat das ganz viel damit zu tun, dass wir als Eltern den Fokus ausschließlich auf die Kinder setzen oder vielleicht sogar auf das Familienbild.
00:20:08: Es muss insgesamt funktionieren.
00:20:13: Aber ob ich alleine als Elternteil funktioniere, das gerät so krass in den Hintergrund und da ist eigentlich, finde ich, die Wurzel des Verfalls ein bisschen.
00:20:25: Da sind die Würzeln des Problems.
00:20:29: Wenn wir darauf achten... Das ist ja auch was, was wir unseren Kindern dann beibringen!
00:20:33: Ist es wichtig auf dich selbst zu achten?
00:20:36: Ich, Mama achtet auf sich, Papa achtet Und das leben wir dir vor und du darfst es später genauso machen.
00:20:45: Wenn wir das unseren Kindern beibringen, ist ein super tolles Geschenk!
00:20:50: Ja also finde ich auch weil sie dadurch lernen Ich bin wichtig
00:20:55: richtig.
00:20:56: Ich muss nicht leisten um geliebt zu werden.
00:21:00: Ich bin einfach da und dass ist genug und ich darf gucken was für mich gerade passt und wir schieben das ja so oft in diese Ego-Ecke, also irgendwie bestes Beispiel.
00:21:13: Keine Ahnung die Kinder spielen, es erinnert mich an eine Sache, eine Situation.
00:21:19: Da saßen wir auf dem Spielplatz in Berlin da im Mitte Weinbergsweg und die Kinder hatten ihre Spielsachen und jeder hatte Seins und irgendwie wurde dann das eine Spielzeug von irgendeinem anderen Kind ausgeliehen.
00:21:34: Und das ist ja genau so eine Situation.
00:21:37: Wie reagiert Mutti und wie reagiert das Kind?
00:21:41: Und wie macht man es da in Anführungsstrichen richtig, denn da geht es ja auch darum.
00:21:46: Das ist eigentlich das Spielzeug von deinem eigenen Kind und will der das ausleihen!
00:21:51: Aber Mutti denkt sich...das gehört sich.
00:21:53: aber wir müssen doch jetzt aber das Ausleihen, aber vielleicht irgendwie gerade dient das neue Scheufelchen keine Ahnung was er gar nicht ausleinen will.
00:22:02: und dann gehen wir über diese Grenze und sagen Neni Dein Bedürfnis, mit dem Schäufelchen zu spielen ist nicht so wichtig.
00:22:09: Weil die andere Mutti, die sitzt ja auch daneben und die könnte ja eventuell denken dass ich total keine Ahnung schlechter zogen, nicht umsehensichtig was auch immer bin.
00:22:21: Ja richtig aber das ist unser Problem, dass wir ganz häufig im Außen sind ne?
00:22:25: Uns ist wichtiger was die anderen über uns denken als das was wir wirklich fühlen.
00:22:31: Das ist ein ganz großes Problem weil damit mache ich, dass sich immer einen gefalle.
00:22:37: Aber vielleicht möglicherweise am Ende mir selber gar nicht mehr.
00:22:42: und wer darunter leidet sind die Kinder.
00:22:45: Also wir natürlich auch aber die Kinder eben auch.
00:22:48: Weil an dem Beispiel wie du es sagst dann sage ich ja ne jetzt darf er bei meinen anderen damit spielen.
00:22:53: Wir teilen Ja das ist auch mal so ein Ja wir teilen ja.
00:22:57: Aber es ist vielleicht doch die neue Schaufel die das Kind jetzt gerade für sich haben möchte Und da darf man auch den kind das erlauben zu sagen, nee aber ich möchte jetzt und dann vielleicht kann man ein Kompromiss haben.
00:23:13: Dann okay, dann spiel du jetzt damit und danach darf die Magandas da mit spielen wenn du fertig bist um dein Kind beizubringen.
00:23:21: Dein Bedürfnis und deine deinen Wunsch ist ja es wird sich, ich sehe deinen Wunsch und ich nehme den wichtig
00:23:30: Ja und weißt Du was ich ja auch so spannend finde dass dann diese Dynamiken Wie Kinder dann auf uns reagieren, also dass eine ist.
00:23:40: Das, was wir eben gerade meinen.
00:23:41: Aber das andere ist ja auch wenn ich... Ich hab' es ja auch, ne?
00:23:44: Ich komme aus so einer Welt da ist alles Etikett.
00:23:48: Da benimmt man sich, da isst man nicht auf dem Teppich oder auf dem Sofa oder so.
00:23:54: und ich meine unser Sofa sieht aus wie Hulle weil wir von Anfang an gesagt haben, dass uns das Wichtigste ist, dass sie kein Stress haben.
00:24:01: Wir wollen keinen Stress wegen irgendeinem Himbeerfleck sondern alle dürfen das und irgendwann tauschen wir die Couch aus aber im Moment sieht's ihr halt aus wie hulle haben wir uns aber bewusst für entschieden, weil ich wusste sonst rennt man hinter einem her und ist immer nur beim Sofaun nicht bei den Kindern.
00:24:19: Das Interessante ist auch wenn dann Menschen kommen die anders ticken als das wie ich mich da rausgepoolt habe aus dieser alten Äthepäte-Welt sag' ich mal Wie es zu sein hat.
00:24:31: in der feinen Gesellschaft komme ich in maximalen Stress Ein Teil von mir immer noch irgendwie ja dazugehört oder dazzugehören will.
00:24:43: Oder und dann merke ich, dass so krass wie mein Kind rebelliert.
00:24:46: Ja der dreht völlig durch weil ich gar nicht bei mir bin.
00:24:51: Weil ich keine sichere Bank für ihn bin, weil ich auch nicht an seiner Seite stehe.
00:24:56: Und weil er sicher gar nicht darauf verlassen kann was eigentlich vorher klar war.
00:25:01: auf einmal ist das was bei euch regelbar komplett vor Unsicherung Und ich verstehe allerdings auch deinen Deinen Anpassungswillen so ein bisschen, zu sagen oh jetzt sind hier Leute die bei denen wird am Tisch gesessen und weiß nicht.
00:25:16: Die Kinder bleiben sitzen bis alle fertig sind.
00:25:21: Dann ist man ja in so einem Zwiespalt zu sagen Ich möchte ja auch höflich sein und ich möchte Möchte ja auch dass die anderen sich bei uns wohl fühlen.
00:25:32: Aber das Schöne ist wir können darüber reden Wir können halt sagen weißt du Bei uns dürfen die Kinder jetzt aufstehen und es ist okay, wenn sie fertig sind.
00:25:44: Was haltet ihr davon?
00:25:45: Dass wir heute einfach sitzen bleiben bis andere Kinder auffällig sind.
00:25:48: Dann nimmt man so die Spannung aus dem Raum und sich selbst eben auch den Druck zu performen müssen.
00:25:55: Und noch viel schlimmer dass die eigenen Kinder performen wissen!
00:25:59: Das ist ja das finde ich das Allerschlimmste Wenn man selber den Druck hat um meine Kinder.
00:26:04: die müssen jetzt hier voll abliefern und zwar ihr am besten tadelloses Verhalten und supermanieren, damit ich gut darstelle.
00:26:14: Was ist das für ein krasser Druck für unsere Kinder?
00:26:17: Das ist ja
00:26:18: also Horror!
00:26:21: Und da spielen die Kinder natürlich und dann kommt's zur Rebellion.
00:26:25: Und weißt du was, ich muss gerade so lachen.
00:26:27: Weil ich doch zu dir, weil ich dir doch erzählt habe dass ich mich neulich mit meiner Freundin darüber unterhalten habe das dass man so gerne manchmal möchte dass der Partner anders ist und dass sie meinte haa und warum kann denn er nicht mit allen jetzt reden?
00:26:44: Warum kann den nicht everybody starling sein?
00:26:45: und ich musste grade so lache weil es ist ja exakt das gleiche.
00:26:49: wir akzeptieren also sag du Wir akzeptieren dreieinhalb, sechzig Tage im Jahr.
00:26:55: Dass er so ist wie er ist und wir haben ihn genau deswegen ja auch ein Stück weit gewählt weil es entspannt ist dass er so isst wie er isst das er seine Wahrheit sprich dass er sich zurückzieht aber in dem Moment wo dann Gäste kommen oder man eingeladen ist Dann soll er sich bitte anders verhalten.
00:27:13: Ja
00:27:14: Genau.
00:27:15: Und dann soll er total charming sein und weiß nicht allen das Wasser nach schenken einfach die Kirsche auf der Sahne sein.
00:27:25: Ja, das passiert leider ganz häufig.
00:27:28: und woran scheitern wir?
00:27:30: Wir scheiteren eher bei so einer unseren unerfüllten Erwartung.
00:27:33: Das was wir uns vorher ausgemalt haben, was das absolute Optimum wäre... ...das tritt nicht ein!
00:27:42: Das tritt mich ein weil unser Partner das vielleicht nicht leisten möchte.
00:27:47: Falls er das überhaupt nicht das Bedürfnis hat Applebything Starling zu sein.
00:27:52: Das tritt mich ein, weil wir diese Erwartung vielleicht auch gar nicht kommuniziert haben.
00:27:55: Sie sagten, hey ich fände es klasse wenn du... Wenn die mit mir heute hier unterstützen könntest oder was auch immer ne?
00:28:03: Ich finde es super, wenn du Tante Erna aus dem Mantel helfen könntest das würde ihr eine Kliesen... Also es würde sie feiern und ich fänds auch klasse.
00:28:13: Und es scheitert daran dass wir das Bedürfnis haben Diese Erwartungshaltung.
00:28:18: Es muss perfekt laufen.
00:28:22: Und wenn wir das mal abschütteln und sagen, hey!
00:28:25: Wir sind perfekt so wie wir sind in unserer Beziehung.
00:28:27: In unserer Familie.
00:28:29: Ich als Person... ich habe meine Ecken und Kanten.
00:28:31: Ich mache Fehler.
00:28:32: Ich hab nicht die besten Manieren.
00:28:35: Ich gefall auch nicht jedem.
00:28:38: Also wir beide, wir ecken ja auch an.
00:28:42: Wir gefallen nicht jedem.
00:28:43: Warum soll das denn auf einmal unser Partner machen?
00:28:46: Am besten fallen noch auf.
00:28:47: so einer, weiß nicht, Familienfeier, Oma wird sechzig wo es sowieso manchmal auch, wenn die ganze Familie zusammenkommt.
00:28:56: Ist ja auch eine schwierige Dynamik manchmal und er als Außenstehender so ein bisschen dann in diese ganzen Dynamiken reingeht, die da schon seit immer herrschen.
00:29:09: Dann zu erwarten Und du musst jetzt perfekt funktionieren ist ein Riesendruck genauso der gleiche Druck den wir dann unseren Kindern geben wenn wir sagen So und Wenn Jetzt Giste Da sind Dann Hirschen andere Regeln.
00:29:23: Ja,
00:29:23: gestern war noch anders.
00:29:24: Aber jetzt...
00:29:26: Genau!
00:29:26: Hab ich dir aber gar nicht gesagt.
00:29:30: Musst du eigentlich so wissen?
00:29:33: Und das stimmt.
00:29:37: Was passiert?
00:29:37: Wir geradenen krassen Stress sind leicht gereizt.
00:29:42: Maximal gereizts wahrscheinlich eher
00:29:44: und
00:29:46: der Streit ist eigentlich vorprogrammiert.
00:29:49: Aber den Streit müssen wir mit uns selber fühlen weil unser Partner keine relativ wenig für.
00:29:57: Das stimmt wirklich.
00:29:58: Es ist ein Beispiel, das ich ja auch kenne und ich merke auch jetzt beispielsweise wir haben noch unser Midsommervest und wir haben eine Woche vorher angefangen uns vorzubereiten weil ich gemerkt habe letztes Jahr hab ich auf dem letzten Drücker noch die Chat Bulley am Tag am gleichen Tag gemacht und mein ganzer Körper war so mega angespannt, weil ich es dann auch schön haben wollte.
00:30:20: Und irgendwie so ein Anspruch.
00:30:21: Und habe aber gemerkt, ich schaffe das nicht!
00:30:24: Und dieses Ich Schaffe Das Nicht ist dann irgendwie übergeschwappt.
00:30:28: Dann hab' ich meinen Mann Stress gemacht und dann hat der nicht meiner Meinung nach genug performt.
00:30:32: Dieses Mal habe ich's halt anders gemacht.
00:30:34: Dieses mal habe ich gesagt, Schatzi können wir eine Woche vorher uns einmal zusammensetzen und einmal überlegen was wir in welchem Tag machen?
00:30:43: mir den Druck nimmt und für Entspannung sorgt.
00:30:49: Es ist so genial gewesen, weil dieses Mal konnte ich es so genießen.
00:30:52: Und die sind dann morgens noch zum Fußballsfront.
00:30:55: Er seh mir aber... Ich war froh, dass sie drei Stunden aus dem Haus waren.
00:30:59: Weil ich wirklich in Ruhe alles vorbereiten konnte.
00:31:02: aber es war die Kommunikation und hätte das mit dem Fußball wäre auch glaube ich okay gewesen wenn das nicht mal eben so spontan freitagabend so übrigens.
00:31:11: Morgen hast du doch keine Zeit den Erbärkuchen in Ruhen zu machen.
00:31:18: Ja, aber genau das.
00:31:20: Dadurch ist natürlich dann wieder der Streit entstanden weil ich es nicht kommuniziert habe, nicht rechtzeitig oder nicht so... also bin ich einfach über ihn hinweg gegangen.
00:31:29: und
00:31:30: richtig?
00:31:30: Genau!
00:31:32: Ich meine du hast vieles richtig gemacht.
00:31:33: Du hast es vorher besprochen, du hast dein Bedürfnis ganz klargemacht.
00:31:37: Du hat deine Wünsche geäußert wie du das gerne hättest.
00:31:41: Also im letzten Moment aber leider sein Wunsch dass auch vielleicht Hand zu haben in Ruhe vorzubereiten Leider noch übergangen.
00:31:49: Aber passiert, also es ist ja nicht so als würden wir alle erwarten dass wir perfekte Beziehung führen.
00:31:58: Es ist zum Glück können wir immer Dinge verändern und wenn wir denken das ist vielleicht diesmal falsch gelaufen.
00:32:07: So wie du sagst letztes Jahr ist es falsch gelauchen.
00:32:09: Du hast dir wahnsinnige Stress gemacht in dem du gesagt hast ich muss das alles schaffen und ich schaffe das alles nicht Weil du mir nicht hilfst.
00:32:19: Aber ohne dass du es quasi ausgesprochen hast, hast du es ja dann reflektiert und gesagt hey wie geht das dieses mal anders?
00:32:27: Und genauso kannst du das für nächstes Jahr wieder
00:32:28: machen sagen.
00:32:29: Ja du also...
00:32:30: Eigentlich gut!
00:32:32: Diesen kleinen Punkt kann ich auch noch erinnern.
00:32:34: Ja auf jeden Fall.
00:32:35: Also ist und das ist auch wirklich genau wie du sagst alles ist veränderbar.
00:32:40: Es ist nicht Nur weil es heute noch nicht so lief wie wir uns das wünschen, heißt es halt nicht dass ich mich morgen trennen muss oder dass ich übermorgen keine Ahnung umschauen muss.
00:32:53: Sondern dass wir daran arbeiten können und das ist natürlich Arbeit aber erst mal... Ich finde das ist mir so wichtig für diesen Podcast dieses.
00:33:03: Wir können einfach mal bewusst hingucken was hat das alles mit mir zu tun?
00:33:11: In jeder Konstellation, wenn ich mit in der Dynamik drin stecke hat es auch unmittelbar was mit mir zu tun, wenn es mich stört.
00:33:20: Ja absolut!
00:33:23: Da hängen nur zwei drin.
00:33:25: und das ist genau wie du sagst wir leben in dieser Wegwerfgesellschaft und manchmal hat man das Gefühl dass das in den Beziehungen genauso ist.
00:33:35: Ah funktioniert nicht, nee dann ich such mal etwas Neues als einfacher.
00:33:39: Natürlich ist es für den Moment ein Verhalt, weil du musst nicht hinschauen.
00:33:42: Du musst nicht gucken was hat er nicht funktioniert?
00:33:45: und warum hat das beim dritten Mal auch wieder nicht funktioniert?
00:33:47: Sondern ich nehme lieber einen neuen.
00:33:49: aber herauszufinden warum und was hat das denn überhaupt mit mir zu tun ist häufig der Schlüssel dafür dass es dann eben funktioniert weil wenn es in den Beziehungen hintereinander immer einem gleichen Scheit hat oder gleich schnell, man immer die selben Probleme hat.
00:34:10: Dann darf man auch mal darüber nachdenken was hat das mit mir zu tun?
00:34:14: Und also mein Mann Christoph und ich wir haben auch eine schwierige Phase mehrere schwierigen Phasen und Das fing eben auch damit an als wir Kinder bekommen haben.
00:34:28: Nicht weil wir dieses Familienleben nicht geliebt haben unsere Kindern leben sehr.
00:34:33: Wir haben auch nicht aufgehört uns zu leben aber aufgehört uns wertzuschätzen oder das Wert zu schätzen, was wir in unserem Familienleben aktuell so haben.
00:34:47: Wir haben uns damals eine Paartherapie gesucht, was ganz toll war, weil es eigentlich so war dass diese Paar-Therapeuten da saß und wie uns unterhalten haben.
00:34:58: Wir hatten eigentlich mal einen Raum, in dem wir uns zweit unterhalten haben.
00:35:01: Es war so ein ganz geschützter wertfreier Raum.
00:35:04: In dem Moment hast du dich nicht einfach angeschrieben mit irgendwelchen Vorwürfen sondern wir haben das ganz konstruktiv miteinander besprochen weil ja noch jemand Drittes dabei der zugehört hat.
00:35:17: da wird man dann eben nicht so teilt man nicht so aus.
00:35:21: und es war ganz toll um wieder bei uns anzukommen Da ganz viel für uns mitgenommen, haben das irgendwann beendet.
00:35:32: Also die Paartherapie beendete und was wir als Essenster rausgenommen haben war Wir müssen miteinander sprechen und wir müssen Zeit zu zweit miteinander verbringen.
00:35:45: Wir sind darauf dann zur zweiten Urlaub gefahren Und haben da gemerkt, guck mal unsere Basis stimmt eigentlich.
00:35:54: Das was wie als Paar und was uns früher verbunden hat vor den Kindern ist immer noch da.
00:35:59: Es ist nur ganz doll überlagert von ganz vielen Themen, ganz vielen Kinderthemen, Familienthemen.
00:36:05: Aber es ist noch da und das war so wundervoll zu merken!
00:36:10: Und die Arbeit glaube ich machen sich viele Paare in der Krise, viele Eltern in der Krise häufig nicht zu sagen hey wir buddeln mal was ist denn da eigentlich?
00:36:21: Wo ist unser Fundament?
00:36:23: Können wir nochmal gucken wo haben wir denn eigentlich angefangen?
00:36:27: ist davon noch was übrig.
00:36:28: Und ich sage nicht, dass immer etwas übrig ist.
00:36:30: Manchmal ist es auch der Moment zu sehen hey okay da ist wirklich nichts mehr und dann ist es manchmal auch die richtige Lösung sich zu trennen.
00:36:41: aber ich finde man darf da hingucken man darf sich wenigstens diese Mühe machen da einmal zu graben und zu schauen verbindet uns da noch?
00:36:54: was steht unsere unser Fundament noch.
00:36:59: Ja, dass man sich irgendwie noch eine zweite Chance gibt, ne?
00:37:04: Ich meine bei mir ist es ja so ich bin Scheidungskind für mich.
00:37:07: Es ist ja von Anfang an... Ich war erst so lange Single und habe wirklich immer gesagt okay wenn es eine Sache gibt die ich nicht vorhabe dann jemanden zu finden.
00:37:17: deswegen hat das auch ewig gedauert bevor ich überhaupt die Entscheidung getroffen hatte ich will überhaupt Kinder mit meinem Mann haben einfach weil ich weil ich einfach wusste, das ist ... so will ich das nicht für meine Kinder haben.
00:37:30: Und natürlich machen wir es am ... und auf diesem Weg sind... Also hab' ich ja so viele Krisen mit mir selber gehabt, weil ich das ja auch gar nicht vorgelebt bekommen habe.
00:37:40: Ich kenne ja Beziehung in dem Sinne gar nichts.
00:37:44: Das was du gesagt hast, was wir unseren Kindern vorleben?
00:37:46: Ich kenn das nicht!
00:37:47: Ich hab halt kein Vaterfigur.
00:37:51: Manchmal ist es auch so wenn die Kinder mit meinem Mann toben oder wenn wir am Fußball ran stehen, deswegen bin ich ja immer so krass emotional bei all diesen Sportthemen.
00:38:02: Wenn wir da zu viert sind mit unserem Kleinen und dem Großen ... Oder ganz schnell bin ich so berührt und komme mir die drehen weil ich denke das ist halt alles das was ich nicht hatte und das habe ich geschafft!
00:38:15: Und das ist...und ich arbeite daran und deswegen ist es nicht alles megatibitribig jeden Tag also gar nicht aber Ein permanentes sich reflektieren, zu gucken.
00:38:29: Und
00:38:32: wissen eure Basis stimmt.
00:38:35: Also zu wissen was ihr aneinander habt ist natürlich eine tolle Sache
00:38:41: und was ich auch gibt noch eine Sache die ich super spannend fand.
00:38:47: Ich weiß noch, dass eine Freundin von mir irgendwann meinte, kannst du dich?
00:38:50: Weil wir dann irgendwie einen Streit hatten wahrscheinlich vor ihr oder so.
00:38:54: Dann meinte sie zu mir, kannst Du Dich denn ... kannst Du dich trennen?
00:38:57: Hast Du die finanzielle Mittel Dich zu trennen?
00:39:00: und weil sie ne Meinung sozusagen hatte wie wir miteinander gesprochen haben und ihr das nicht gepasst hat Und...und es war so interessant weil ich irgendwie dachte hey also ja ich kann jederzeit gehen mein Privileg, dass ich mir das erschaffen habe.
00:39:17: Dass es möglich ist aber ich hab gar nicht vorzugehen.
00:39:20: Ich weiß gar nicht wie sie darauf kamen Aber dieses von außen bewährte zu werden Das fällt uns...das ist ja auch sowas Man is ein Paar man ist nicht mehr nur alleine und jemand anderes findet, dass der Partner so-und-so ist.
00:39:36: Denkst du das auch bei deinen Coachings?
00:39:38: Dass man davon irgendwie beeinflusst wird?
00:39:44: Ja, also ich finde noch mehr das was du eben selber erlebt hast dass dich das so
00:39:50: prägt
00:39:53: Von außen ja klar.
00:39:56: Die Leute urteilen über dich ob du das willst oder nicht und ob die anderen das wirklich bewusst machen oder nicht.
00:40:03: aber wir sind immer irgendwelchen Urteilen ausgesetzt.
00:40:08: Ich glaube deshalb passiert es auch selten, dass Leute über ihre Probleme offen sprechen.
00:40:14: Sondern das meiste wird ja eigentlich unter den Teppich gekehrt und sagt, nee, das ist alles super!
00:40:18: Bei uns läuft's
00:40:19: lasse
00:40:20: großartig.
00:40:22: Wir waren gerade wieder auf einer Date-Night.
00:40:26: Wo ihr denkt so warum läuft es denn bei allen gut?
00:40:28: Nur bei mir läufts auch richtig scheiße.
00:40:32: Das Gefühl hatte ich lange, dass es bei allen super läuft und irgendwie kriegen wir das nur nicht hin.
00:40:39: Das hat aber auch etwas damit zu tun, dass die Leute ganz schnell über dich urteilen.
00:40:42: Wenn du sagst hey boah wir hatten heute einen echten Krach und ich weiß nicht, meistens zieht man dann ja über den Partner her und nicht über das was man selber falsch gemacht hat.
00:40:53: Und dann ist es auch schön wenn die Freundinnen ein Beisteuerer sagen ja wirklich Mist Kerl Aber eigentlich... Also man sollte dann so reflektiert sein zu wissen das ist der Moment.
00:41:05: In dem Moment brauche ich vielleicht diese Zustimmung dass der andere das alles falsch gemacht hat, aber vielleicht eine halbe Stunde und ein Tag später darf ich auch darüber nachdenken welchen Anteil habe ich da dran.
00:41:25: Was mir noch einfällt ist, dass häufig Frauen in einer Scheidung zu mir aufgewachsen sind.
00:41:35: Da geht es ganz häufig um diese finanzielle Sicherheit, dass ich selber... Ich bin unabhängig von meinem Mann oder von meinen Partner.
00:41:44: Für den Fall der Fälle, das ich mich auch trenne.
00:41:46: Das ist ein Riesenthema!
00:41:49: Dass ich habe die Möglichkeit allein auf einem Bein zu stehen und es ist ja auch legitim finde ich.
00:42:00: Es ist ja schönes Gefühl sein eigenes Geld zu verdienen.
00:42:04: Es ist aber auch ein super schönes Gefühl zu sagen, hey wir sind hier eine Gemeinschaft.
00:42:09: Wir sind ein Team und ich kann mich auf dich verlassen.
00:42:13: Ich kann nicht auf mich verlassen und du kannst dich auch auf mich verlassen!
00:42:17: Ich brauche
00:42:18: diese finanzielle Unabhängigkeit nicht als Sicherheitsnetz sondern es einfach nur für mich als mein gutes Gefühl... ...ich habe was das ist meins tut mir gut.
00:42:35: Aber es ist nicht mein Sicherheitsnetz, netz für den Fall dass wir uns trennen weil dann der Gedanke bis in deinem Kopf
00:42:43: und das gibt
00:42:44: ja auch.
00:42:47: Das finde ich jetzt mega interessant weil die egal welchen Finanzcoach oder Money Coach Du hast, das ist ja immer sozusagen dieses Gefühl.
00:42:59: Was machst du denn wenn du fünfzig bist und der Mann dich verlässt?
00:43:03: Nur der Mann Geld verdient hat und du nicht.
00:43:06: Dann stehst du irgendwann... Der hat seine Schäfchen ins Trockner gebracht und dann stehst tu da!
00:43:10: Und dann sind die Frauen von der Althasse Armut betroffen.
00:43:15: Aber dann gehst du ja automatisch davon aus dass dein Mann sobald ihr euch getrennt habt nicht mehr für dich da ist, dass quasi die Verbindung komplett gekappt ist.
00:43:31: Was ist denn wenn ihr euch trennt und trotzdem sagt hey du hast jetzt hier jahrelang hast du dich um unsere Kinder gekümmert damit ich den Rücken frei hab zum arbeiten?
00:43:41: Natürlich bin ich jetzt auch finanziell weiterhin für dich dar!
00:43:45: Ist vielleicht nicht die Regel aber das darf eigentlich so sein.
00:43:51: Das ist was zum Beispiel bei uns, also ich verlasse mich irgendwie da drauf.
00:43:55: Dass selbst wenn Christoph und mir irgendwann wirklich die Liebe nicht mehr da ist... ...dass wir trotzdem weiterhin füreinander sorgen!
00:44:06: Ja und das ist... Ich
00:44:07: kann immer noch die Entscheidung treffen.
00:44:10: Klar, mich finanziell gut aufzustellen ganz klar.
00:44:14: Aber das ist so ein bisschen schwarz-weiß finde ich.
00:44:19: Ja, das ist mega spannend.
00:44:20: Weil da merke ich richtig... Gebliebt in dir?
00:44:25: Ja, total aktiv!
00:44:27: Das wird auch richtig aktiv weil ich immer denke aber wir Frauen lass uns doch was Eigenes haben und nicht aus dem Grund dass wenn ich nicht gehen kann.
00:44:39: Aber ich glaube Das hängt natürlich mit meiner eigenen Geschichte zusammen, dass mein Vater für uns aber nicht für meine Mutter da war und sie in einer Beziehung so wahnsinnig abhängig dann war.
00:44:52: In der späteren wo ich so dachte alter Mama lauf weg.
00:44:55: also das also und ich glaube das Und du deine Eltern sind noch zusammen die haben füreinander gesagt wir haben eine andere Ausgangssituation.
00:45:03: deswegen triggert mich das wenn du das sagst oder es aktiviert.
00:45:07: was in mir und Du denkst her ist doch total logisch.
00:45:12: Das ist das beste Beispiel für alles, was wir haben im Leben.
00:45:16: Der eine wird von etwas aktiviert und der andere gar nicht, weil er in vollsten Vertrauen ist dem, was er halt von zu Hause mitbekommen hat?
00:45:25: Das ist die Prägung, die wir mitbekommen.
00:45:27: Und das ist so spannend finde ich wenn wir realisieren wie wir geprägt wurden durch unser Elternhaus, durch unsere Eltern mal darüber nachzudenken dass wir das unseren Kindern genau so mitgeben.
00:45:42: Wir prägen die auch, sprich alles was wir tun wie wir uns verhalten, wie wir miteinander umgehen ist das was sie mittragen in ihre spätere Familie und ihre Beziehung.
00:45:57: also ich sehe dass man so wie toll es ist was wir den mit geben können.
00:46:03: Das ist eine Verantwortung aber es ist ja ein Schatz Aber es ist auch ne Aufgabe.
00:46:11: da darf man sich bewusst drum kümmern finde
00:46:15: Ja, total.
00:46:18: Also es ist so komplex... Ich würde am liebsten noch drei Stunden sprechen, weil ich das Gefühl habe wir haben doch nur an der Oberfläche gekriegt!
00:46:28: Was würdest du also wenn jetzt beispielsweise man ist irgendwie schon Jahrzehnt zusammen?
00:46:36: Man hat Kinder Man hat jetzt irgendwie herausgefunden, dass man Bedürfnisse hat.
00:46:41: Das kennt aber ja der Mann vielleicht noch gar nicht von dir, dass du deine Bedürfe so äußerst und dann kann das ja wahrscheinlich auch zum Konflikt kommen weil der Mann dann sagt hey ich habe dich doch ganz anders geheiratet!
00:46:52: Du wolltest das doch alles sowieso witzeln?
00:46:54: Du bist jetzt anders.
00:46:55: Wie schafft man es als Frau sich da zu positionieren?
00:47:01: Das ist auch für die Dynamik innerhalb der Familie irgendwie gut werden kann.
00:47:11: Dass man nicht zurückfällt in das alte Muster, naja dann mach ich mich doch lieber wieder, da bleibe ich halt und funktioniere und dann bin ich erschöpft und dann eigentlich dauermüde.
00:47:19: Das ist ja dieses was du ja auch immer sagst, funktionierst du noch oder lebst du schon?
00:47:30: Ich tue mich gerade ein bisschen schwer mit zwei Sachen in den Kopf kommen dass eine ist Jede Veränderung bedeutet auch, dass es erst mal ruckelt.
00:47:40: Also etwas Bestehendes verändern zu wollen passiert häufig nicht leise und entspannt und ohne.
00:47:52: das ist mal eben häuptig wird.
00:47:55: Und da geben ganz viele schon auf und sagen oh nee unbequem mach ich lieber doch nicht.
00:48:00: wir bleiben hier in unserem gemütlichen Nest passt schon Ich halte das schon aus.
00:48:09: Aushalten, ich
00:48:10: halte es einfach aus.
00:48:13: Anstatt zu sagen okay das ist jetzt echt mal gerade unbequem.
00:48:18: aber das was meine Kinder und unsere Beziehung davon hat in einer Woche, in einem halben Jahr war noch immer ist mir das wert dass sich das schaffe, dass wir da durchgehen und da einfach mal dran zu bleiben Zu wissen, okay Veränderung ist nicht einfach aber darf gut werden.
00:48:46: Und das andere ist wenn du das Gefühl hast, also du möchtest was verändern, aber deinen Partner zieht er nicht so mit Du kannst ja entscheiden Was ist mir gerade wichtiger?
00:49:00: Ist es mir wichtiger dass ich mich wieder anpasse oder ist es mir wichtig dass ich jetzt dafür einstehe was ich hier gerade angestoßen habe?
00:49:09: weil ich das wichtig finde bleibe ich da dran.
00:49:14: Und dann kannst du natürlich an dein Partner vorbeiziehen und sagen, ist mir egal!
00:49:18: Ich box das jetzt hier durch oder nimmst ihn an die Hand und nimm sie mit indem ihr darüber redet.
00:49:23: Indem du vielleicht auch sagst warum hast du denn das Bedürfnis was zu verändern?
00:49:28: Was gefällt dir aktuell nicht?
00:49:31: Und ich kann mir in der Regel nicht vorstellen häufig ist es zumindest nicht so dass der Partner dann sagt wieso ist doch alles super
00:49:39: also
00:49:40: Alles großartig, würde gar nichts verändern.
00:49:43: Vielleicht hat dein Partner was anderes, was er gerne verändern will aber ihr kommt mit Sicherheit ins Gespräch darüber, was könnte denn besser laufen?
00:49:54: Was wäre unser gemeinsamer Weg?
00:49:59: Ja
00:50:00: und da gibt es ja dieses das schöne... das kennst du bestimmt eben die Sprachen der Liebe ne?
00:50:05: Das ist einfach dieses total schöne Tool finde ich sich mal zu überlegen.
00:50:13: Was ist denn mein... Es gibt so fünf Sprachen der Liebe.
00:50:17: Ich fange anders an, es gibt fünf Sprache der Liebe wie man die empfangen kann oder wie man sie gibt.
00:50:24: das ist die Anerkennung im Sinne von Lob und Anerkennung wo du sagst hey ich bin stolz auf dich, du machst das prima.
00:50:35: dann ist das Hilfsbereitschaft.
00:50:38: ich unterstütze dich wo ich nur kann.
00:50:39: zum Beispiel Geschenke muss gar keinen materiellen Wert haben.
00:50:44: Aber dieser Gedanke, ich schenke dir was und habe mir vorher Gedanken darüber gemacht, was sie gut tut?
00:50:52: Dann Zweisamkeit!
00:50:56: Wir verbringen qualitativ hochwertige Zeit zusammen Ich höre dir zu Und körperliche Nähe.
00:51:05: Und sich da mal zu überlegen Was ist denn das, was ich am meisten brauche um Liebe spüren zu können.
00:51:17: Und was gebe ich denn dem anderen?
00:51:20: Was ist meine Sprache der Liebe nach außen, um zu zeigen Ich liebe dich!
00:51:27: Das ist eine.
00:51:28: und wenn du dir dann überlegst wie ist das immer mein Partner
00:51:31: Wie
00:51:32: empfängt er das?
00:51:33: Wie kann er das am besten aufsagen?
00:51:35: Und wie zeigt er
00:51:36: das?!
00:51:38: Und dass es so verrückt weil man ganz häufig merkt Oh Ha!
00:51:43: Wir funkten ja gar nicht auf der gleichen Welle.
00:51:46: Also bei uns ist es zum Beispiel so, meine Sprache der Liebe ist wenn mir jemand Hilfsbreitschaft gibt.
00:51:56: Wer sieht?
00:51:56: Ah guck mal ich unterstütze dich dabei!
00:51:59: Ich sehe das du da... Du machst ja alles und ich nehm dir das ab finde ich großartig.
00:52:07: dieser Gedanke?
00:52:07: du hast gesehen dass ich das machen möchte und du machst das für mich nicht weil du das brauchst sondern weil du siehst ich brauche das.
00:52:17: Das ist aber auch das häufig, dass du das Gleiche gibst wie du empfängst und so wie ich das mache.
00:52:23: Das heißt, ich erledige alles, dass man nicht das für meinen Mann das annimmt.
00:52:28: Mein Mann braucht es, dass ich ihm sage hey!
00:52:31: Ich finde das ganz klasse Du machst es toll und ich sehe das.
00:52:35: Dass du das machst.
00:52:37: Super!
00:52:38: Du bist der beste Papa Und das sagt er mir zum Beispiel auch.
00:52:45: Du bist wirklich die beste Mama.
00:52:48: Und dann sage ich immer, ja danke.
00:52:50: Weil natürlich finde ich das schön, dass zu hören ist gar keine Frage.
00:52:54: aber ich empfange das viel weniger als wenn er auf meiner Sprache spricht quasi und sich das zu überlegen.
00:53:02: Das Gleiche übrigens mit Kindern.
00:53:04: Bei Kindern kann man sich das auch überlegen.
00:53:06: wie ist das mit meinen Kindern?
00:53:08: Wenn man sich da angleicht oder mal weiß okay mein Mann braucht Lob ein Anerkennung und ich kann ihm einen riesen, riesengefallen tun ihm das einfach zu sagen dann go for it.
00:53:21: Sag dein Partner einfach mal, du bist großartig Dein T-Shirt steht dir super deine Augen leuchten was auch immer ist egal oder ich finde es klasse dass Du für uns das Geld verdienst um bei dem Thema zu bleiben.
00:53:37: Das hat einen riesen Riesenauswirkung.
00:53:42: und wenn Du dann deinen Partner auch noch sagst hey übrigens das tut mir richtig gut wenn Du mich in den Arm nimmst oder wenn du mir eine Aufmerksamkeit mitfliegst.
00:53:50: Wenn du mir Blumen mit nach Hause bringst, dann erleichtern wir uns das und unseren Partnern zu wissen okay da mache ich einfach eine riesengroße Freude mit.
00:54:01: Und das stabilisiert und stärkt unsere Beziehungen.
00:54:05: Ja und vor allem ist es ja auch einfach dieses Wissen darum was wir dadurch an Konflikten aus dem Weg Räumen können.
00:54:16: Bei mir ist es nämlich dieses Haptische, ich will in den Arm genommen werden und das mache auch die ganze Zeit aber das ist nicht die Sprache der Liebe meines Mannes.
00:54:27: Mir hat's aber geholfen dass ich aktiv das mir hole weil ich das brauche
00:54:32: Und
00:54:32: dann fühlt sich das auch für mich so an dass Es ist okay Ich wünsche mir manchmal genau das.
00:54:40: mehr kommt Aber zu wissen ok ich kenne aber seine Sprache der Liebe, weil er schenkt mir dann immer irgendwelche Aufmerksamkeiten und hat immer ein Konzept hinter irgendwas.
00:54:51: Und tut mir immer gefallen und ist so der Fels in der Brandung.
00:54:56: Das als solches anzuerkennen das hat so viel Entspannungen also für Entspanung gesorgt dass man nämlich erkennt okay es ist einfach nur eine andere Art Liebe zu zeigen.
00:55:07: Das ist zum Beispiel bei meinem Vater auch so gewesen.
00:55:11: Der hat immer für uns gesorgt, der finanzielle Immer-für-uns-gesorgt.
00:55:13: Das ist seine Sprache der Liebe gewesen und das habe ich aber ganz lange nicht erkannt Und hab ihn so viele Jahre abgelehnt weil natürlich die wohnen meiner mutter und und die den Die ganzen Enttäuschung und so.
00:55:28: Aber trotzdem war dass seine sprache der liebe an mich.
00:55:33: Und jetzt ist es Lob und Anerkennung, toll was du machst.
00:55:36: Und er verfolgt immer alles, was ich mache und so.
00:55:40: Ich finde das hat so viel in unseren Beziehungen mit mir und den Partnern oder Väter... Also mein Vater hat so viele verändert und so viel Entspannung reingebracht.
00:55:52: Erleichtert einfach so, wenn man sich das einfach mal bewusst macht.
00:55:56: Und auch zu wissen, was brauche ich denn?
00:55:58: So wie du sagst, dann hole ich mir das!
00:56:02: Das ist einfach toll, sich bewusst zu sein was Brauche ich damit es mir gut geht.
00:56:09: Was brauche ich in dem Fall eben von meinem Partner?
00:56:13: Und weißt du das ist so schön.
00:56:14: da schließt sich wieder der Kreis zum Anfang wo wir über Bedürfnisse gesprochen haben In dem Moment wo Du weißt was brauche Ich was sind meine bedürfnisse und darüber zu sprechen.
00:56:29: Genau was du auch meintest, wenn wir uns anzicken dann bedeutet das vielleicht dass die Sprache der Liebe einfach noch aktiver wieder in den Vordergrund rücken darf.
00:56:38: Dass man sich bewusst wird jeden Tag mit meinem Partner.
00:56:42: Was ist eigentlich das?
00:56:44: Weil so wie du meintst, wenn die Basis eigentlich stimmt Dann müssen wir daran nicht ruckeln und das in Frage stellen sondern wir können einfach je mehr wir bewusst sind und darüber reflektieren, was vielleicht der Schmerz in uns ist.
00:57:01: Und es nicht immer projizieren auf den anderen.
00:57:04: Jetzt würde ich super gerne noch über das Thema Vorwürfe sprechen.
00:57:07: wie kommen Vorwörfe zustande.
00:57:09: Wir müssen Teil zwei machen.
00:57:15: Ja, vielleicht sammeln wir auch einfach mal ein paar Fragen weißt du?
00:57:18: Weil ich glaube dass es betrifft uns alle.
00:57:21: Wir sind alle schon lange in Beziehung, bei jedem hat es mal gekriegselt.
00:57:26: Und jeder sucht einen anderen Coping-Mechanismus.
00:57:30: und ich glaube so unser beider Ziele ist dass wir in glücklichen Partnerschaften, in glücklichem Familiensystem funktionieren oder nicht funktionieren.
00:57:42: aber sind das wir?
00:57:44: ja dass wir nicht nur funktionieren sondern dass wir das Leben leben?
00:57:48: Ja richtig!
00:57:49: Und dass wir es auch genießen können dass es eben, wie du sagst nicht um funktionieren geht sondern darum auch auch das wirklich annehmen zu können und sagen hey weißt du was uns geht's wirklich gerade gut.
00:58:03: Und wenn es uns nicht gut geht dann verändern wir das gemeinsam.
00:58:09: So, jetzt wollen natürlich alle die in der Krise stecken und es nicht alleine hinbekommen.
00:58:13: Weil das ist ja das was du auch meintest sich Hilfe zu holen und anzuerkennen dass man ist deswegen nicht schwach nur weil man sich Hilfe holt sondern es hilft einfach dass jemand von außen drauf guckt
00:58:27: Ja
00:58:28: Das heißt du sitzt in Hamburg Du machst online erzähl mal ein bisschen Was sind deine Angebote?
00:58:35: Genau also ich sitze in Hamburg mit meiner Familie und mache aber eigentlich bundesweit biete ich das an, weil es ihm super klappt per Zoom oder sonst was.
00:58:49: Und ich habe mir eben zur Aufgabe gemacht gerade solche Eltern zu begleiten die in ihrem hausfordernden Familienleben nur noch funktionieren und die dabei dann den Draht so sich selbst zu ihren Kindern und eben zu ihrem Partner verloren haben.
00:59:06: genau das zurückwünschen, nämlich mehr Verbindung statt Vorwürfe.
00:59:12: Und ich biete den Eltern entweder alleine oder zusammen einen Raum einfach zu sagen hey wir sprechen da mal drüber und es muss gar nicht so sein dass eine große Krise schon da ist sondern vielleicht auch präventiv einfach mal sagen hey weißt du ich habe das Gefühl ich persönlich Ich hab gar keinen Raum mehr für mich in meiner Familie.
00:59:39: Ich fühl mich nicht wohl, ich bin... Ja, ich funktioniere nur noch, ich gehe hier gerade komplett unter.
00:59:47: Sich das zu nehmen und zu sagen, hey, das ist jetzt mein Moment da darf ich... Du bereden?
00:59:55: Ich darf auch mal diese ganzen Probleme ansprechen die vielleicht mit diesem herausfordernden Alltag meinen Kindern stattfinden Und das einfach mal zu beleuchten und zu gucken, woher das kommt.
01:00:06: Und sich ein... Ja, als ich einfach mal Hilfe holen war sagen, ich komme da gerade nicht weiter und ich wünsche mir dass da mal jemand mit mir drauf guckt.
01:00:16: Genau das ist es eigentlich was ich anbiete zu sagen.
01:00:19: Lass uns einfach mal genau zusammen drauf schauen und gucken was dich da bedrückt, was euch da bedrügt und wie man dann eine Verbesserung schaffen kann.
01:00:30: Eine Erleichterung ist ja häufig eben, dass wir uns diese Leichtigkeit über früher als nur zu zweit waren.
01:00:38: Als Paar, das wir uns das zurückwünschen.
01:00:44: Ich werde alles in unseren Show-Notes notieren, dass sie dich kontaktieren können und ich danke dir so sehr!
01:00:53: Vielen Dank, liebe Vanessa.
01:00:54: Es war ganz, ganz herrlich.
01:00:56: Das war ganz schön!
01:00:57: Es war wirklich total schön weil einfach der ein oder andere Golden Nugget war dabei und ich habe einfach das Gefühl ja dass so auf die Straße zu bringen, dass man einfach mehr bewusst sein.
01:01:10: Weil das ist einfach in die Bewegung zu kommen.
01:01:12: Das ist ja Girls on the Dancefloor.
01:01:13: es geht ja genau darum in die Bewegungen zu kommen und die Bedürfnisse zur Erkennen, die man hat und darüber zu sprechen, weil sprechen hilft
01:01:22: darüber sprechen und nicht immer denken, irgendwie alle anderen sind so perfekt.
01:01:27: Nur bei mir ist es falsch sondern darüber reden und dann merkt man auch ach guck mal weil dann gibt's ähnliche Themen und das finde ich gold wert zu wissen und zu merken und darüber zu sprechen dass es bei vielen eben das gleiche ist oder ähnlich.
01:01:44: also bleibt im gespräch.
01:01:47: Vielen, vielen Dank für all deine Einblicke.
01:01:49: Das hat so einen Spaß gemacht und du kommst bitte wieder!
01:01:52: Und dann reden wir das nächste Mal über Vorwürfe.
01:01:54: Perfekt!
01:01:55: Danke lieber Vanessa.
01:01:56: Bis dann und tschüss ihr Lieben.
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